In unser´m Garten gibt es ständig Überaschungen. Immer blüht was neues. Hier war ein Gärtner lang und gut beschäftigt. Wir haben ihn (den Garten) vorigen Winter erworben. Trostlos und karg…
Der Garten gehörte vorher einer alten Dame, die offensichtlich einen Gärtner Vollzeit beschäftigt hatte. Recht groß, sehr gepflegt und v.a. liebevoll gestaltet (also der Garten jetzt, nicht der Gärtner). Gut, ich hätte es anders gemacht, aber nett. Es offenbarte sich schon im Winter, daß hier nichts dem Zufall überlassen worden war.
Im Laufe des Frühlings grünte und blühte es nun aus allen Poren. Fast täglich gab es irgendwo neue Triebe, neue Farben. Zu Beginn des Sommers war der gesamte Garten gesäumt von einer unzähligen Blüten- und Farben-Fülle. Soweit, sogut.
Der Sommer brachte nun aber wiederum neue Pflanzen, Blumen und seine eigenen Farben mit. Die Frühlingspflanzen wurden an gleicher Stelle nahtlos abgelöst. Der Garten sah gänzlich anders aus als im Frühling, und es gab keine Lücken in den Beeten. Die müssen irgendwie miteinander – inneinander – aneinander vorbei gewurzelt und gewachsen haben. Sehr beeindruckend.
So langsam, im Verlaufe des Sommers, machte sich dann aber auch zunehmend bemerkbar, daß der Gärtner, der dies alles mal angelegt haben musste, seit mindestens acht Monaten nicht mehr da gewesen war. Ersatzlos. Was den ein oder anderen Wildwuchs mit sich brachte.
Ein paar Stunden Arbeit haben wir dann doch reingesteckt, aber auch nur, um die gröbsten Verwüstungen zu beseitigen.
Der Herbst hat ja bekanntlich auch seine schönen Seiten, was sich natürlich auch in unserem Garten wiederspiegelte. Gelb-golden, grün, braun, feuer- und tiefdunkel-rot.
Was ich eigentlich erzählen wollte…
Gestern haben wir dann das hier entdeckt;
Mitte Oktober und wieder neue Blühten. Lila.
Astern nehme ich an. Bin gespannt, was der Winter noch so bringt…
Nächstes Jahr muss ich unbedingt eine Foto-Dokumentation machen, wie sich der Garten im Jahresverlauf entwickelt.
